Klimaschutz in Steinfurt

Klimaschutz in Steinfurt  


Die Wissenschaft ist sich einig, Stimmen von Skeptikerinnen und Skeptikern werden leiser und die Öffentlichkeit fordert Lösungen: Der Klimawandel ist da und er ist zu einem großen Teil auf die vom Menschen ausgestoßenen Treibhausgase zurückzuführen. Noch immer ist die Emission von Treibhausgasen in Deutschland zu hoch. Die klimatische Veränderung ist dabei nicht nur am Nordpol, in den Medien oder bei internationalen Klimagipfeln ein Problem. Auch in deutschen Städten und Gemeinden sind seine Auswirkungen bereits zu spüren.

Städte und Gemeinden - wir Steinfurterinnen und Steinfurter - können einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz und damit gegen den Klimawandel leisten. Zusammen mit zahlreichen Akteuren aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft hat sich die Kreisstadt Steinfurt darum auf den Weg gemacht, Projekte und Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen.

Ziele:

Mit der Klimaschutzinitiative hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 um 40 % und bis 2050 sogar um 80 bis 95 % zu senken. Die Kreisstadt Steinfurt unterstützt die Bundesregierung aktiv dabei und strebt folgende sechs Ziele an:

  • Reduktion der CO₂-Emissionen auf dem Stadtgebiet um 30 % bis 2025 (im Vergleich zu 2010)
  • Bilanzielle Deckung des Strombedarfs durch regenerative Energien bis zum Jahr 2025. Das bedeutet, dass rein rechnerisch der gesamte Strombedarf aller Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt mit Strom aus z.B. Windkraft, der auch in Steinfurt selbst produziert wird, gedeckt werden könnte. Dieses Ziel wurde im Frühling 2016 erreicht!
  • Reduktion des Wärmebedarfs in den Haushalten um 20 % (im Vergleich zu 2010)
  • Erhöhung der Sanierungsquote von Wohngebäuden auf mindestens 2 %
  • Verstärkung des Radverkehrs
  • Ausbau der Informations- und Beratungsangebote für Fragen im Bereich Energieeinsparung, erneuerbare Energien, neue Heiztechniken, etc.

Strategie:

2013 beschloss die Kreisstadt Steinfurt mit Unterstützung der Politik ein integriertes Klimaschutzkonzept. Integriert bedeutet, dass das Konzept alle wesentlichen Handlungsfelder umfasst, die Klimaschutz betreffen können. Es dokumentiert den bisherigen Klimaschutz der Stadt und der Stadtverwaltung und benennt Maßnahmen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Um diese zielstrebig zu verfolgen, dabei alle relevanten Akteure und Möglichkeiten einzubeziehen und den Erfolg der Maßnahmen abzubilden, wurde im Mai 2015 eine Klimaschutzstelle geschaffen.

Meilensteine der Klimaschutzkonzepterstellung

Erstellung des Klimaschutzkonzeptes 2013

Download: Klimaschutzkonzept 2013 der Kreisstadt Steinfurt

Rückblick:

Im Jahr 1999 hat Steinfurt mit der Erstellung einer lokalen Agenda begonnen - einem Handlungsprogramm für Kommunen, das die Vereinten Nationen 1992 auf den Weg gebracht haben. Zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern der Kreisstadt Steinfurt wurden zahlreiche Projekte zu einer nachhaltigen Entwicklung umgesetzt. Informationen zu den Projekten und Arbeitskreisen sind in einer 40-seitigen Broschüre zusammengefasst.

Zahlen, Daten, Fakten:

Wieviel CO₂ wird in Steinfurt eigentlich emittiert? Liegen wir über oder unter dem bundesweiten Durchschnitt?

2010 wurden auf dem gesamten Stadtgebiet knapp 900.000 MWh verbraucht. Um daraus zu berechnen wieviel CO₂ in der Stadt ausgestoßen wurde, ist es nötig zu wissen, woher die Energie eigentlich kam. Manche Energieträger (wie z.B. Biogas) führen zu weniger CO₂-Ausstoß als andere (wie z.B. Heizöl). Betrachtet man den genauen Mix von allen in Steinfurt nachgefragten Energieträgern, kommt man auf 293.138 Tonnen CO₂ jährlich.

Bei einer Einwohnerzahl von etwa 33.700 ergibt das 8,7 Tonnen CO₂-Emissionen pro EinwohnerIn und pro Jahr. Das sind etwa 1,3 Tonnen weniger als im bundesweiten Durchschnitt.
Aber selbst 8,6 sind noch 6,1 Tonnen zu viel. Denn der Weltklimarat (IPCC) hat berechnet, dass jeder Mensch auf der Erde nicht für mehr als 2,5 Tonnen CO₂ pro Jahr verantwortlich sein sollte, wenn die Erderwärmung auf unter 2 Grad begrenzt werden soll.

CO₂ einsparen ist in zahlreichen Bereichen möglich: Energie, Lebensstil, Mobilität und Gebäude.

Spannende Links:

  • Umweltbundesamt: Wer mehr darüber erfahren möchte, wie man im Alltag umweltbewusst lebt, kann sich auf der Seite des Umweltbundesamtes schlau machen: www.umweltbundesamt.de
  • Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen: Wie es um die Treibhausgasemissionen auf der Erde bestellt ist, welche Trends es im internationalen Klimaschutz gibt und welche Länder sich für den Klimaschutz verpflichtet haben, all das sammelt die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen: www.unfccc.int
  • Weltklimarat (IPCC): Wer sich für wissenschaftliche Erkenntnisse und Debatten im Bereich Klimaschutz interessiert, wird sich auf der Website des IPCC wohlfühlen. Der IPCC ist ein wissenschaftliches, internationales Gremium: www.de-ipcc.de
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Auf der Webseite der Kampagne Klima sucht Schutz bietet das Bundesministerium einen guten Überblick zu Themen wie Klimawandel und -schutz in Deutschland.

Klimaschutzkonzept und -mangement sind gefördert durch:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Straße:
Stresemannstraße 128-130
PLZ/Ort:
10117 Berlin

Telefon 
030 / 18305-0
Fax 
030 / 18305-4375


Projektträger Jülich / Forschungszentrum Jülich GmbH
Straße:
Wilhelm-Johnen-Straße
PLZ/Ort:
52428 Jülich

Telefon 
02461 / 619431
Fax 
02461 / 615783




 
 






Kontakte:

Lorenz Blume (Klimaschutzmanager)
Telefon 02552 / 925-254

Kreisstadt Steinfurt
Klimaschutzstelle
Emsdettener Straße 40
48565 Steinfurt
Öffnungszeiten:
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